Der Lebensraum Gewässer

Natürliche Fliessgewässer sind die Lebensadern unserer Landschaft. In und entlang von Fliessgewässern lebt die Mehrzahl der Tier- und Pflanzenarten der Schweiz.

Unsere Flüsse und Bäche befinden sich jedoch mehrheitlich in einem naturfernen Zustand. Sie fliessen oft eingeengt in einem verbauten Gerinne, das zudem durch Querriegel unterbrochen ist und die lebensnotwendige Wanderung der Fische verhindert. Vielerorts fehlt auch der Gewässerraum, weil die Landwirtschaft und Siedlungen bis an den Gewässerrand reichen. Zusätzlich in Bedrängnis gerät das Ökosystem Wasser durch den Erholungsdruck einer wachsenden Bevölkerung sowie durch chemische Verunreinigungen, welche die Qualität des Wassers verschlechtern.

Der Lebensraum für die Arten, welche auf ein intaktes Fliessgewässersystem angewiesen sind, wurde eng. Es erstaunt daher nicht, dass die heutigen Fischbestände sowohl in der Zahl der Arten als auch in der Anzahl Individuen deutlich abgenommen hat.

Gesetzliche Situation in der Schweiz

Die Bereiche der Fischerei sind im entsprechenden Bundesgesetz vom 21. Juni 1991 geregelt. Bund und Kantone teilen sich verschiedene Aufgabenbereiche. Während sich der Bund auf den Schutz der Arten (inkl. Fangmindestmasse und Schonzeiten) beschränkt, sind die technischen Vorschriften zur fischereilichen Nutzung und die Umsetzung der Gesetze Sache der Kantone.

Ziele Fischereiverband Kanton Zürich

Der Fischereiverband des Kantons Zürich (FKZ) vertritt alle ihm angeschlossenen Fischereivereine und Pachtgesellschaften. Der FKZ setzt sich für die Wahrung und Koordinierung der Interessen der Fischerei auf kantonaler und eidgenössischer Ebene ein. Ausserdem setzt er sich für die Erhaltung des Lebensraumes für Tiere und Pflanzen und Hebung der Fischbestände sowie die Erhaltung des Erholungsraumes an Seen, Flüssen und Bächen ein.

Die Fischfauna im Türlersee

Die faszinierende Welt des Hechts

Am Ende der Nahrungspyramide unserer Gewässer steht meist der Hecht. Mit den rund 700 scharfen Zähnen ist er der perfekte Räuber. Der Raubfisch kann bis zu 30 Jahre alt werden und ausgewachsene Individuen verschlingen manchmal sogar kleine Wasservögel und Kleinsäuger. Aber auch der Hecht selber ist eine beliebte Beute. Zahlreiche Sport- und Berufsfischer schätzen den Räuber als attraktiven Angel- und schmackhaften Speisefisch.

Der Hecht besiedelt hauptsächlich langsam fliessende Flüsse und Seen. Man trifft ihn in den Schweizer Gewässern häufig an und ist nicht gefährdet.

Quelle:
Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons Zürich Bundesamt für Umwelt (BAFU)
FKZ-Fischereiverband Kanton Zürich und den Fischereivereinen des Kantons Zürich